Ich kann mich noch gut erinnern, als die DVDs mit Anti-Piraterie-Spots zu amusieren begannen. Top of mind ist für mich der Spot, den ich im Titel dieses Blogeintrags parodiere. Und wer kann sich nicht an das lustige Geburtstagslied für Papa erinnern?
Jetzt ist es so, dass sich die Piraten vieler Länder in Parteien organisieren, um auf den demokratischen Entscheidungsprozess Einfluss zu nehmen (www.pp-international.net/ ; http://www.piratenpartei.ch/). Informationen und insbesondere Kultur sollen frei zugänglich sein! Wenn ich meinem Kollegen eine Kopie einer CD oder DVD anfertige, haben wir beide etwas davon, denn beim kopieren von Information kann geteilt werden, so dass beide Seiten 100% erhalten; Was bei materiellen Gütern beim besten Willen nicht möglich ist. Datenkopieren ist ein gutes Beispiel für ein positive sum game.
Es gibt ein Argument, welches ich hier diskutieren möchte. Was ist mit den Künstlern? Und der Kulturindustrie? Was haben denn die davon? Erstens heisst es nicht, dass ich eine CD gekauft hätte, wenn ich sie nicht von Freunden kopiert bekommen hätte. Zweitens ist es Gratiswerbung für die Künstler, wenn ihre Kunst so oft wie möglich kopiert wird. Und drittens machen die Kulturmonopolisten genug Money out of nothing. Durch Piraten entsteht Marktdruck, damit sie mit ihren Kulturprodukten wieder echten Mehrwert schaffen, anstatt einfach nur eine 2-Rappen-Scheibe für 40 Franken zu verkaufen. Beispiele: Kreative CD-Covers, 3D-Kinos, super Live-Shows, Bücher mit Add-ons und so weiter.
Wir werden uns dafür einsetzten, dass Informationen frei fliessen können, auf eine Art und Weise, welche die Urheber für ihr Werk entlöhnt; aber ohne mehrwertsfreie Bereicherung von de Facto Informationskartellen.
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